Währenddessen in einem kleinen Vorort von Cardiff

Ich habe keine Ahnung warum ich jetzt auf Deutsch angefangen habe, aber wo ich schon mal dabei bin wird der Rest dann halt auch auf deutsch sein. Vielleicht liegt’s nur dran, dass ich wieder bei Joël kommentiert habe, womöglich springen mir aber nur mal wieder sämtliche Sprachen durch den Kopf und ich habe die erste genommen, die ich erwischen konnte. Ich bin echt froh, dass mir kein spanisches Wort im Kopf rumgespukt ist, sonst hätte ich jetzt Probleme. Non entiendo. No hablo español. Eh… Zu viel mehr reicht’s eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist das auch sowieso schon falsch.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? “Am I making sense to you? Or am I just rabbiting on?” Wie einer meiner Lektoren öfters zu fragen pflegt. Die Frage ist hier eigentlich sinnlos. Ich bin mir durchaus bewusst, dass hier am Ende des Tages nichts bei rauskommen wird. Danke, dass ihr es bis hierhin ausgehalten habt. Springt doch bitte zum letzten Abschnitt wenn ihr euch langweilt und noch einen gewissen Grad an Information mitnehmen wollt.

Sprachen. Das war eigentlich ein gutes Sprichwort. Ich würde doch drei Sprachen sprechen, wurde ich heute morgen von einer Freundin gefragt. Mädchen, liegst du weit von der Wahrheit entfernt. Leg noch mal vier drauf, dann kommst du der Sache schon näher. Ich muss zugeben, da wirkte sie doch etwas verdutzt. Sie sucht jedenfalls jemanden für ein Projekt. Sie muss einen Multilingualisten interviewen. Na wenn sie mir ein Bier spendiert. Dieser Tage gibt’s nichts gratis, dafür bin ich momentan zuviel egoistisch. Ob mich das weiterbringen wird, bezweifle ich zwar arg, aber irgendwie ist mir das dann auch wieder total egal.

Den Post hier schreibe ich eigentlich auch wieder nur aus einem Grund. Der teilt sich zwar in viele kleine Gründe auf, aber im großen Ganzen ist’s das gleiche: ich werde wahnsinnig. Erstmal hasse ich diesen Tag. Ich habe das Datum bis jetzt aber relativ gut verdrängt. Die Podcastepisode von heute ist auch schon zwei Wochen fertig. In weiser Voraussicht. Man muss ja keine Stimmungskrise provozieren. Ich bin heute morgen nach drei Stunden Schlaf um 7 Uhr aufgewacht, habe mir den Anfang von Chris Moyles reingezogen, war für eine halbe Stunde in einem Seminar bis dem Prof langweilig wurde und er meinte wir könnten wieder gehen. Die Klasse strotzte auch nicht wirklich von Energie. Die nächsten zwei Wochen ist dann mal kein Seminar. Toll, ausschlafen. Dass kein Seminar ist war seit Jahresanfang so vorgesehen, nicht, dass noch einer denkt, es würde hier krank gefeiert. Ich glaube es gab noch einen dritten Grund. Ach ja. Ich werde gerade von einem inneren Druck zu podcasten und einer unvorstellbaren Ideenlosigkeit auseinandergerissen. Ich starre jetzt schon seit zwei Stunden auf das Mikrofon. Aufgestellt habe ich es schon mal neben meinem Computer, die Ideen lassen aber immer noch auf sich warten.

Also tippe ich. Sinnlose Gedanken die nirgends hinführen. Aber wenigstens bin ich abgelenkt. Wenn das so weitergeht, werde ich mich sogar noch zusammenreissen können den Text von gestern fertig zu schreiben. Die Welt 24 Stunden nach dem Zusammenbruch des Internets. Ist mal wieder das Ergebnis einer Aufgabe in einem Seminar. Ein Essay über ein ungewöhnliches Thema, gerne auch fiktiv. Weil mir nichts besseres einfiel, fing ich an über den Beinahe (naja, so nah war’s ja eigentlich nicht) Zusammenbruch des Internets letzte Woche zu reden. Da war die Lektorin dann so geschockt, dass sie mir das gerade genannte Thema aufbrummte. Die Gedankengänge bisher waren eigentlich interessant, aber momentan bin ich zu uninspiriert. “One” hat deshalb aber mittlerweile einen 4. und 5. Teil, wurde so umgebaut, dass es eine einzige Geschichte ergibt und zählt in dem aktuellen Entwurf rund 3700 Wörter. Werden aber wohl nicht weniger als 5000 wenn’s fertig ist, da gibt’s noch zu vieles, das ich einbauen will. Ich dachte da auch mal für kurze Zeit über einen weiteren Podcast nach. Vorlesen von mehr oder weniger literarischem Material. Ich habe noch zu wenige Geschichten die sich zum Vorlesen eignen würden, aber vielleicht könnte man ja ein Gemeinschaftsprojekt draus machen. Irgendwer intressiert? Sprache ist mir egal. Luxemburgisch, Französisch, Englisch oder Deutsch wären aber nett. Das verstehen die meisten.

2 thoughts on “Währenddessen in einem kleinen Vorort von Cardiff”

  1. Hei, Hei, Hei! Ech sin interesseiert. Och wann et am Moment relativ weineg “literaresches” vun mir ged, ech hun fir, daat ze
    änneren, an irgendwou leit och nach en ungefaangenen Text.
    De Mikro hun ech och emmer nirwt mir leien, mee ech fänken nie un, einfach dran ze schwätzen. Daat ged bei mir naischt, ausser et blenkt irgendwou eng roud Luucht an ech wees, daat et honner mol besser ass, eng kleng Domheet ze soen wéi och nemmen 1 Sekonn entlarvend Schweigen an den Äther ze schecken. Mee Internet an Blog ass nun jo mol net live. Zwar baal, mee net graad.
    An ech hun jo och schon Geschichten firgelies. Daat waaren nach Zaiten.

    Den Zesummenbroch vum Internet? Do fannen ech déi Geschicht mam steril-sin jo nach fein dogeint. Ech geif duerchdreinen. Mee ech hätt endlech mol Zait fir ze schreiwen. Oder Sim City ze spillen.
    Merde, ech sollt eigentlech nach bessi Ökologie leiren.

  2. Gudd. :) Kee Stress, t’war net geplangt schon des Woch déi éischt 5 Folgen online ze hun. ;) Ech muss jo selwer mol nach e besse Material zesummesichen. Mer kennen jo mol driwwer diskutéiren, ech hoffen ech kréien de Weekend e bessen Zäit, dass ech mech am MSN / ICQ ka rondermdreiwen. :)

    Ech hun bis elo nach net ugefaangen dran ze schwätzen, de Probleem ass einfach, dass ech wirklech onheemlech Loscht drop hun eppes opzehuelen, mee et fällt mer fir d’Frecken keng Gescheit an.

    Bis elo hun ech och nemmen déi méi global Konsequenzen a Betruecht gezunn, déi méi perséinlech “kleng” Geschicht kennt eréischt. Een Dag mengen ech géing ech nach iwwerliewen, ech hu nach genuch Bicher hei leien déi welle färdeg gelies gin. Mee no 3 oder 4 Deeg, do géing et scho spannend gin… :)

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