Rien ne va plus.

Oh mon dieu, ne me laissez pas écrire en français. Je l’aime pas, cette langue. Et même avec une section A1, je ne la parle pas trop bien. J’avais même choisi de ne pas faire l’examen orale en français. Ce qui peut bien être la faute de ma prof. “Durant l’examen orale vous êtes seuls avec moi, dans une chambre mortuaire.” Ou une phrase pareil. Je ne me rappelle plus les mots exactes. Je crois que chaque personne intelligente aurait décidé de ne pas faire l’orale à ce moment-là.

So, das reicht. Sonst ist’s nachher doch noch ein französischer Post. Ich glaube ich bin zu müde. In der Vorlesung letzte Woche zum Thema Biligualismus hieß es Menschen die mehrere Sprachen sprechen, werfen Wörter manchmal durcheinander. Sollte ich mal mit diesen Nur-Englischsprechenden versuchen. Manchmal ein französisches Wort einschmeissen. Oder Maori. Could you give me he pukapuka? Müssten sie eigentlich verstehen, pukapuka stammt vom Englischen ab. Von “book”. Das wurde zu “puk”, dann kaum noch ein zusätzlicher Vokal um die Verdopplung zu vereinfachen und schon hatten die Ureinwohner Neuseelands ein Buch pukapuka. Ich schwafele schon wieder.

Irgendwas geht gerade katastrophenähnlich katastrophenartig schief in meinem Kopf. Alleine die Tatsache, dass ich gerade katastrophenähnlich geschrieben habe spricht schon für sich. Jedenfalls… Die Lust zu Podcasten ist noch immer nicht weg, die Idee noch immer nicht da. Dafür gibt es der Vollständigkeit halber jetzt auch die Lust was zu designen. Ein Logo. Ein Plakat. Irgendwas. Hauptsache was entwerfen. Ich bin aber da auch total uninspiriert. Gestern habe ich eine halbe Ewigkeit auf den Bildschirm gestarrt und am Ende kam bloß ein komisches Plakat dabei raus. Ist aber egal. Tatsache ist, egal wie blöd das Plakat im Endeffekt war, während ich mich damit beschäftigt habe, verflog die Zeit. Plötzlich war es eine Stunde später.

Das Gefühl will ich wieder. Flow nennt man den Zustand. Ich glaube, ich habe schon mal darüber gebloggt. Bin aber gerade zu faul, das rauszusuchen. Das ist wie Schmetterlinge im Bauch. Man ist am Boden zerstört, wenn das Gefühl nicht da ist, aber man würde die Momente in denen das Gefühl da ist nicht missen wollen, egal wie schlimm das Warten darauf ist. Im Grunde genommen ist das eine perverse Einstellung. Selbstzerstörerisch. Denn wer weiss schon, wann das Gefühl wiederkommen wird? Ich glaube, ich bin wirklich masochistisch, wie mir das öfters vorgeworfen wird. Die Schmetterlinge und der Flow sind verbunden. Bei mir zumindest. Und der Flow ist am Besten kurz nachdem die Schmetterlinge wieder weg sind. Die Schmetterlinge sind aber mittlerweile schon eine ganze Weile weg. Seelische Qual ist letzen Endes die größte Inspiration. Künstler sind depressiv. Macht euch keine Sorgen, das ist normal. Und ich habe mich damit abgefunden. Ein wenig Schwarzmalerei und Unlust am Leben ist manchmal sehr inspirierend. Witzigerweise entstammen sogar alle meine optimistischen Texte einer deprimierten Stimmung. Ohne diese melancholische Inspiration könnte ich sowieso nicht leben. Und dann wäre ich noch öfter mies gelaunt als jetzt.

Mal du commencement du siècle. Ist mir irgendwie zu lang. Aber wir brauchen wieder eine allgemeine literarische Bewegung. Mit Literatur meine ich keine Banalitäten wie Harry Potter oder DaVinci Code. Da könnt ihr mir sagen, was ihr wollt, J.K. Rowlings Stil ist ziemlich einfallslos und Dan Brown ist nur beim ersten Buch interessant. Seine weiteren Bücher sind nur Kopien davon. Noch nicht mal die Namen hat er jedesmal geändert. Ist fast so einfallslos wie D.H. Lawrence. Der hatte auch eine (unglücklicherweise auch noch unoriginelle) Idee und schrieb die immer wieder nieder. Bei Literatur denke ich eher an John Banville. They departed, the gods, on the day of the strange tide. Oder auch noch Jodi Picoult. I was six years old the first time I disappeared. Das sind Einleitungen, die einen fesseln, bei denen man weiterlesen will. Wie bin ich hier gelandet? Ach ja. Wir brauchen wieder eine neue literarische Bewegung. Vergesst Postmodernismus und seine zersplitterten Subgenres. Wir brauchen wieder etwas, das die Literaten allesamt miteinander verbindet. Etwas konkreteres, als das abstrakte Konstrukt des Postmodernismus. Joyces Modernismus gemischt mit Baudelaires Spleen. Oder sonst was. Irgendetwas, das vielen Autoren gemein ist, das die Welt neu definiert. Momentan segelt jeder in einem Boot irgendwo im Pazifik und sieht den größten Teil der Anderen gar nicht. Das muss sich wieder ändern.

Les nouveaux mélancoliques. Ist “nouveaux” notwendig? Les mélancoliques. Nein, da fehlt was. Les jeunes mélancoliques. Toll. Ich schreibe ein Manifesto. Sowas wie die Blaue Blume von Novalis. Wieso französisch? Die deutschen Romantiker fand ich immer etwas öde. Die Engländer sind was das angeht auch nicht die Größten. Es geht halt nichts über Baudelaires Fleurs du Mal.

Der Drang nach Kreativität ist ein Fluch. Glaubt’s mir einfach, wenn ihr das Gefühl nicht kennt. Es brennt einem die Finger ab. Das meine ich wörtlich. Ich spüre die Flammen. Aber ich glaube, darüber habe ich auch schon mal gebloggt.

Ach was solls, ich lasse mich jetzt vom nächsten Kapitel Failed Cities Monologues inspirieren und geh schlafen. Wird jetzt ja doch nichts mehr mit Podcasten, Photoshop oder Blauer Blume. Und wenn ich nach dem Monolog gleich einschlafe, habe ich 8 Stunden Schlaf vor mir. Wäre auch mal was Neues. Ich glaube, mein Körper bekam über das Wochenende zu viel Schlaf durch meine bl??de Grippe.

Den Rest des Tages wird’s hier wieder ruhiger zugehen. Ich werde nicht zum Bloggen kommen. Das ist auch gut so, noch so ein sinnloser Post und meine Leser wären alle weg befürchte ich. :)

2 thoughts on “Rien ne va plus.”

  1. Wow. Gruseleg, wéivill en sech heinsdo glaicht.
    Eng nei Bewegung! En Manifest! D’Mélancholiten (daat klengt wéi en Mönchsorden!)!

  2. Ech hunn éierlech gesot, och scho mol de Besoin gehat e Manifest ze schreiwen. Mee da kënnt et mer rem vir, wéi wann alles schon do gewiescht wier. :/

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