February 2007

L’art pour l’art.

Ich höre eigentlich nie Jazz. Ich besitze eine einzige CD mit Jazzmusik. Kiss: Essential Late-Night Jazz. Man weiss ja nie. Ich hatte sie bisher nur ein einziges Mal ganz durchgehört. Das kam mir damals schon komisch vor. Jazz ist so ziemlich die einzige Richtung, die ich nicht höre. Das willkürliche Wirrwarr an Noten macht mich zu nervös. Ja, ich weiss, da steckt mehr dahinter als nur ein paar zufällige Noten zu spielen. Aber so ein Vorurteil ist schwer los zu werden. Um auf das Thema zurück zu kommen, auch wenn’s nicht wirklich eines ist, gebe ich sämtliche Schuld einem meiner zukünftigen Mitbewohner. Der studiert nicht nur Musikwissenschaft, sondern hört auch alle erdenkliche Art von Musik. Ausser Justin Timberlake und Michael Jackson, hat er mir versichert als ich vom Musikgeschmack meiner derzeitigen Mitbewohner erzählte. Aber das ist ja auch keine Musik. Sein liebstes Genre ist Jazz. Und genau darauf hat er mich nun gebracht. Das Chris McDonald Orchestra gefällt mir. Ich habe mich vorhin sogar dabei ertappt, wie ich im iTunes Store den Jazz Katalog durchstöbert habe. Aber nach einem Genre in iTunes zu suchen ist wie die Suche nach dem Heiligen Gral. Irgendwo gibt es das richtige Genre, aber man ist ständig auf der falschen Fährte. Da wird Piano Jazz kurzerhand als New Age kategorisiert und Easy Listening findet man unter Jazz.

Helft mir mal kurz. Hat einer von euch rausgefunden wo ich hinlaufe? In meinem Kopf herrscht das totale Chaos. Gestern und heute morgen waren verrückt genug. Vorgestern eigentlich auch, aber anders. Jedenfalls ist es mir des Guten mittlerweile etwas zu viel. Eine Flasche Goldstrike wäre jetzt toll. Aber wohl nicht das, was ich brauche. Künstler haben angeblich öfter ein Alkoholproblem. Kann ich jetzt persönlich nicht belegen, ich kenne da aber Beispiele aus dem Bekanntenkreis. Also solche, die alleine in ihrem Zimmer sitzen, ihrer Leber eine Flasche irgendwelchen Likörs gönnen und einen Text verfassen. Manchen geht’s einfach nur elend und irgendwie müssen die Gefühle raus. Bevor ich jetzt hier persönliche Geschichten von anderen erzähle, zurück zu meinem eigenen Problem: Ich weiss nicht weiter.

Die nächste Woche wird lang werden. Zwar habe ich keine Vorlesungen oder Seminare, aber dafür heisst es das Layout für ein Buch fertig gestalten, Essays und Kurzgeschichten schreiben und mich durch das Script von Brokeback Mountain arbeiten. Wo ich den Film herbekomme ohne einen Haufen Geld auszugeben, habe ich bisher noch nicht rausgefunden. Einer wird den Film ja wohl runterladen. Ihr seid verdammte Studenten, einer kauft sich die CD und die anderen kopieren sie sowieso. Hatte der Komiker letzten Dienstag gemeint. Ich habe sie nicht kopiert. Das liegt erst einmal an der simplen Tatsache, dass ich keinen kenne, der sich die CD gekauft hat, und zweitens, dass er nicht besonders witzig war.

Ich habe heute endlich eine Podcastfolge aufgenommen. Mehr noch, es wird demnächst einen neuen Podcast von meiner Wenigkeit geben. Alles noch streng geheim im Moment. Die Idee dazu kam mir nach dem dritten Kapitel von Failed Cities Monologues, als ich den Computer gerade ausgeschaltet hatte. Das nennt man Pech. Streng geheim. So eine Fernsehserie gab’s doch mal. Achtung, streng geheim! Oder Mission: Top Secret wie das Teil im Original hieß. Die Australier drehen tolle Kinderserien. Ich habe die Centauri Kids geliebt. Ich habe mir immer vorgestellt, ich würde selbst mal ein Centauri werden und bekäme eine PCU. Das Teil erscheint vom heutigen Standpunkt aus extrem klotzig. Aber damals gab es ja noch keine Palms. Doch, den Newton gab’s schon. Aber da war Apple seiner Zeit leider um viele Jahre voraus und die Welt noch nicht bereit für ein Handheld Gerät.

Von Jazz über Alkohol und (vor)gestern / heute morgen bis hin zu Apples Erfindungen. Glaubt ihr mir jetzt? Mein Kopf ist eine Müllhalde. Unter all dem Schrott gibt es bestimmt eine tolle Idee, aber bis ich die finde, habe ich alle Probleme der Welt gel??st. Oder gar nichts. Wohl eher letzteres.

Joël meinte, er würde sich in meinem Post von gestern nacht wiederfinden. Mir würde das Angst machen. Wenn ich den Text lese, wünsche ich mir, ich wäre jemand anders. Manchmal spüre ich einen unvorstellbaren Drang ‘normal’ zu sein. Die meiste Zeit aber bin ich mir selbst nicht verrückt genug. Wäre der 21. November nie passiert, wäre ich kein Künstler. Letztenendes bin ich aber froh, dass von allen Möglichkeiten sich diese Konsequenz aus dem katastrofalen Monat damals ergeben hat. Künstler? Selbstproklamierter Künstler. Wer gibt Leuten eigentlich den Titel eines Künstlers? Darf ich selbst wählen? Ich weiss nicht, ob ich einer bin. Chaotisch, melancholisch, tagträumerisch und manchmal total auf Logik und Rationailtät versessen. Das ist meine schizophrene Wenigkeit. Darf ich vorstellen, mein Name ist Wahnsinn und ich komme um die Obsession zu besiegen.

Ich muss wieder in eine Kunstgalerie. Das beruhigt mich immer. Ich glaube, die letzte Ausstellung war die über Hyperrealismus in Strasburg. Oder der Trip in die Neue Pinakothek in München. Die chronologische Reihenfolge ist mir entfallen. So oder so, es ist zu lange her. In Ponty gibt es ein Kunstzentrum. Da sollte ich mal hin. Den Mudam habe ich auch noch immer nicht gesehen. Nur auf Fotos. Sieht aber nicht nach einem Ort aus, an dem ich mich wohl fühlen würde. Die hunderten Köche haben wohl den Brei verdorben. Wie lange haben die an dem Museum gebaut?

Das erste Gedicht von der kleinen Prinzessin soll ich übrigens in einem Seminar vorlesen. Davon versucht mich derzeit jedenfalls einer meiner britischen Leser zu überzeugen. Ganz ohne Kommentar und im richtigen Leben. Mit Kompliment machen und so. Ich werde es trotzdem nicht tun. Die Hälfte der Metaphern könnte ich nicht erklären, ohne Hintergrundinfos zu geben. Wer will das schon?

Ich glaube, ich bin gerade im Flow. Da will ich jetzt nicht raus, aber Sinn ergibt dieser Text trotzdem noch immer keinen. Kryptisch sein. Das gefällt mir eigentlich. Joël wohl auch. Jetzt habe ich über mehrere Abschnitte hinweg von gestern und heute morgen geredet, und trotzdem kein Wort darüber verloren. In einem Jahr werde ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach wundern, was heute eigentlich mit mir los war. Can’t get it out of my head von John Paul White. Das war’s dann mit Jazz. Die Playlist ist zu Ende, es geht weiter mit… Was ist das eigentlich? Alternativ? Indie? Da fällt mir auf, es gab bereits seit sechs Wochen keine Playlist mehr hier. Dabei hat sich meine Sammlung wieder exponentiell vergrößert. Naja, exponentiell nicht. Dann würde meine Festplatte überlaufen. Im übertragenen Sinne. Aber das Wort klingt nach viel.

What if you had the answer to all the questions in the world, would you tell anyone? Wer will noch mal, wer hat noch nicht. Merry-go-round und ein Schluck Sambuca. Das Leben ist toll, ist eine Party, ist der Morgen danach, ist das erste Mal, ist das einzige Mal, ist am schönsten wenn man gehen muss. Ich stolpere durch ein Meer an Momenten und versuche soviele Sandkörner in meinem Sieb festzuhalten wie ich nur kann. Wer tippt so spät durch Nacht und Wind? Es ist ein Verrückter, armes Kind. Flow ist wie Alkohol, Dopamin, Adrenalin, Serotonin alles in einem Moment. Flow ist wie verliebt sein. Existenz um ihrer selbst willen ohne sich um das eigene Leben zu sorgen. Letzteres ist ein Widerspruch. Den werde ich jetzt aber nicht zu klären versuchen. Was zählt ist der Fluss der Gedanken. L’art pour l’art.

Awakening

There you are again, welcome back little princess.
You look adorable this morning
with your tousled dark brown hair and your face half-hidden under the bedcover,
with your sleepy hazel eyes still dreaming and your tired smile full of joy.
Let us sleep the day away,
the world outside is not as wonderful as it seems
through the looking glass.
Lay your soft hand on my cheek and present me with inspiration,
then close your eyes and let me kiss you
before we disappear.

Rien ne va plus.

Oh mon dieu, ne me laissez pas écrire en français. Je l’aime pas, cette langue. Et même avec une section A1, je ne la parle pas trop bien. J’avais même choisi de ne pas faire l’examen orale en français. Ce qui peut bien être la faute de ma prof. “Durant l’examen orale vous êtes seuls avec moi, dans une chambre mortuaire.” Ou une phrase pareil. Je ne me rappelle plus les mots exactes. Je crois que chaque personne intelligente aurait décidé de ne pas faire l’orale à ce moment-là.

So, das reicht. Sonst ist’s nachher doch noch ein französischer Post. Ich glaube ich bin zu müde. In der Vorlesung letzte Woche zum Thema Biligualismus hieß es Menschen die mehrere Sprachen sprechen, werfen Wörter manchmal durcheinander. Sollte ich mal mit diesen Nur-Englischsprechenden versuchen. Manchmal ein französisches Wort einschmeissen. Oder Maori. Could you give me he pukapuka? Müssten sie eigentlich verstehen, pukapuka stammt vom Englischen ab. Von “book”. Das wurde zu “puk”, dann kaum noch ein zusätzlicher Vokal um die Verdopplung zu vereinfachen und schon hatten die Ureinwohner Neuseelands ein Buch pukapuka. Ich schwafele schon wieder.

Irgendwas geht gerade katastrophenähnlich katastrophenartig schief in meinem Kopf. Alleine die Tatsache, dass ich gerade katastrophenähnlich geschrieben habe spricht schon für sich. Jedenfalls… Die Lust zu Podcasten ist noch immer nicht weg, die Idee noch immer nicht da. Dafür gibt es der Vollständigkeit halber jetzt auch die Lust was zu designen. Ein Logo. Ein Plakat. Irgendwas. Hauptsache was entwerfen. Ich bin aber da auch total uninspiriert. Gestern habe ich eine halbe Ewigkeit auf den Bildschirm gestarrt und am Ende kam bloß ein komisches Plakat dabei raus. Ist aber egal. Tatsache ist, egal wie blöd das Plakat im Endeffekt war, während ich mich damit beschäftigt habe, verflog die Zeit. Plötzlich war es eine Stunde später.

Das Gefühl will ich wieder. Flow nennt man den Zustand. Ich glaube, ich habe schon mal darüber gebloggt. Bin aber gerade zu faul, das rauszusuchen. Das ist wie Schmetterlinge im Bauch. Man ist am Boden zerstört, wenn das Gefühl nicht da ist, aber man würde die Momente in denen das Gefühl da ist nicht missen wollen, egal wie schlimm das Warten darauf ist. Im Grunde genommen ist das eine perverse Einstellung. Selbstzerstörerisch. Denn wer weiss schon, wann das Gefühl wiederkommen wird? Ich glaube, ich bin wirklich masochistisch, wie mir das öfters vorgeworfen wird. Die Schmetterlinge und der Flow sind verbunden. Bei mir zumindest. Und der Flow ist am Besten kurz nachdem die Schmetterlinge wieder weg sind. Die Schmetterlinge sind aber mittlerweile schon eine ganze Weile weg. Seelische Qual ist letzen Endes die größte Inspiration. Künstler sind depressiv. Macht euch keine Sorgen, das ist normal. Und ich habe mich damit abgefunden. Ein wenig Schwarzmalerei und Unlust am Leben ist manchmal sehr inspirierend. Witzigerweise entstammen sogar alle meine optimistischen Texte einer deprimierten Stimmung. Ohne diese melancholische Inspiration könnte ich sowieso nicht leben. Und dann wäre ich noch öfter mies gelaunt als jetzt.

Mal du commencement du siècle. Ist mir irgendwie zu lang. Aber wir brauchen wieder eine allgemeine literarische Bewegung. Mit Literatur meine ich keine Banalitäten wie Harry Potter oder DaVinci Code. Da könnt ihr mir sagen, was ihr wollt, J.K. Rowlings Stil ist ziemlich einfallslos und Dan Brown ist nur beim ersten Buch interessant. Seine weiteren Bücher sind nur Kopien davon. Noch nicht mal die Namen hat er jedesmal geändert. Ist fast so einfallslos wie D.H. Lawrence. Der hatte auch eine (unglücklicherweise auch noch unoriginelle) Idee und schrieb die immer wieder nieder. Bei Literatur denke ich eher an John Banville. They departed, the gods, on the day of the strange tide. Oder auch noch Jodi Picoult. I was six years old the first time I disappeared. Das sind Einleitungen, die einen fesseln, bei denen man weiterlesen will. Wie bin ich hier gelandet? Ach ja. Wir brauchen wieder eine neue literarische Bewegung. Vergesst Postmodernismus und seine zersplitterten Subgenres. Wir brauchen wieder etwas, das die Literaten allesamt miteinander verbindet. Etwas konkreteres, als das abstrakte Konstrukt des Postmodernismus. Joyces Modernismus gemischt mit Baudelaires Spleen. Oder sonst was. Irgendetwas, das vielen Autoren gemein ist, das die Welt neu definiert. Momentan segelt jeder in einem Boot irgendwo im Pazifik und sieht den größten Teil der Anderen gar nicht. Das muss sich wieder ändern.

Les nouveaux mélancoliques. Ist “nouveaux” notwendig? Les mélancoliques. Nein, da fehlt was. Les jeunes mélancoliques. Toll. Ich schreibe ein Manifesto. Sowas wie die Blaue Blume von Novalis. Wieso französisch? Die deutschen Romantiker fand ich immer etwas öde. Die Engländer sind was das angeht auch nicht die Größten. Es geht halt nichts über Baudelaires Fleurs du Mal.

Der Drang nach Kreativität ist ein Fluch. Glaubt’s mir einfach, wenn ihr das Gefühl nicht kennt. Es brennt einem die Finger ab. Das meine ich wörtlich. Ich spüre die Flammen. Aber ich glaube, darüber habe ich auch schon mal gebloggt.

Ach was solls, ich lasse mich jetzt vom nächsten Kapitel Failed Cities Monologues inspirieren und geh schlafen. Wird jetzt ja doch nichts mehr mit Podcasten, Photoshop oder Blauer Blume. Und wenn ich nach dem Monolog gleich einschlafe, habe ich 8 Stunden Schlaf vor mir. Wäre auch mal was Neues. Ich glaube, mein Körper bekam über das Wochenende zu viel Schlaf durch meine bl??de Grippe.

Den Rest des Tages wird’s hier wieder ruhiger zugehen. Ich werde nicht zum Bloggen kommen. Das ist auch gut so, noch so ein sinnloser Post und meine Leser wären alle weg befürchte ich. :)

Währenddessen in einem kleinen Vorort von Cardiff

Ich habe keine Ahnung warum ich jetzt auf Deutsch angefangen habe, aber wo ich schon mal dabei bin wird der Rest dann halt auch auf deutsch sein. Vielleicht liegt’s nur dran, dass ich wieder bei Joël kommentiert habe, womöglich springen mir aber nur mal wieder sämtliche Sprachen durch den Kopf und ich habe die erste genommen, die ich erwischen konnte. Ich bin echt froh, dass mir kein spanisches Wort im Kopf rumgespukt ist, sonst hätte ich jetzt Probleme. Non entiendo. No hablo español. Eh… Zu viel mehr reicht’s eigentlich nicht. Wahrscheinlich ist das auch sowieso schon falsch.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? “Am I making sense to you? Or am I just rabbiting on?” Wie einer meiner Lektoren öfters zu fragen pflegt. Die Frage ist hier eigentlich sinnlos. Ich bin mir durchaus bewusst, dass hier am Ende des Tages nichts bei rauskommen wird. Danke, dass ihr es bis hierhin ausgehalten habt. Springt doch bitte zum letzten Abschnitt wenn ihr euch langweilt und noch einen gewissen Grad an Information mitnehmen wollt.

Sprachen. Das war eigentlich ein gutes Sprichwort. Ich würde doch drei Sprachen sprechen, wurde ich heute morgen von einer Freundin gefragt. Mädchen, liegst du weit von der Wahrheit entfernt. Leg noch mal vier drauf, dann kommst du der Sache schon näher. Ich muss zugeben, da wirkte sie doch etwas verdutzt. Sie sucht jedenfalls jemanden für ein Projekt. Sie muss einen Multilingualisten interviewen. Na wenn sie mir ein Bier spendiert. Dieser Tage gibt’s nichts gratis, dafür bin ich momentan zuviel egoistisch. Ob mich das weiterbringen wird, bezweifle ich zwar arg, aber irgendwie ist mir das dann auch wieder total egal.

Den Post hier schreibe ich eigentlich auch wieder nur aus einem Grund. Der teilt sich zwar in viele kleine Gründe auf, aber im großen Ganzen ist’s das gleiche: ich werde wahnsinnig. Erstmal hasse ich diesen Tag. Ich habe das Datum bis jetzt aber relativ gut verdrängt. Die Podcastepisode von heute ist auch schon zwei Wochen fertig. In weiser Voraussicht. Man muss ja keine Stimmungskrise provozieren. Ich bin heute morgen nach drei Stunden Schlaf um 7 Uhr aufgewacht, habe mir den Anfang von Chris Moyles reingezogen, war für eine halbe Stunde in einem Seminar bis dem Prof langweilig wurde und er meinte wir könnten wieder gehen. Die Klasse strotzte auch nicht wirklich von Energie. Die nächsten zwei Wochen ist dann mal kein Seminar. Toll, ausschlafen. Dass kein Seminar ist war seit Jahresanfang so vorgesehen, nicht, dass noch einer denkt, es würde hier krank gefeiert. Ich glaube es gab noch einen dritten Grund. Ach ja. Ich werde gerade von einem inneren Druck zu podcasten und einer unvorstellbaren Ideenlosigkeit auseinandergerissen. Ich starre jetzt schon seit zwei Stunden auf das Mikrofon. Aufgestellt habe ich es schon mal neben meinem Computer, die Ideen lassen aber immer noch auf sich warten.

Also tippe ich. Sinnlose Gedanken die nirgends hinführen. Aber wenigstens bin ich abgelenkt. Wenn das so weitergeht, werde ich mich sogar noch zusammenreissen können den Text von gestern fertig zu schreiben. Die Welt 24 Stunden nach dem Zusammenbruch des Internets. Ist mal wieder das Ergebnis einer Aufgabe in einem Seminar. Ein Essay über ein ungewöhnliches Thema, gerne auch fiktiv. Weil mir nichts besseres einfiel, fing ich an über den Beinahe (naja, so nah war’s ja eigentlich nicht) Zusammenbruch des Internets letzte Woche zu reden. Da war die Lektorin dann so geschockt, dass sie mir das gerade genannte Thema aufbrummte. Die Gedankengänge bisher waren eigentlich interessant, aber momentan bin ich zu uninspiriert. “One” hat deshalb aber mittlerweile einen 4. und 5. Teil, wurde so umgebaut, dass es eine einzige Geschichte ergibt und zählt in dem aktuellen Entwurf rund 3700 Wörter. Werden aber wohl nicht weniger als 5000 wenn’s fertig ist, da gibt’s noch zu vieles, das ich einbauen will. Ich dachte da auch mal für kurze Zeit über einen weiteren Podcast nach. Vorlesen von mehr oder weniger literarischem Material. Ich habe noch zu wenige Geschichten die sich zum Vorlesen eignen würden, aber vielleicht könnte man ja ein Gemeinschaftsprojekt draus machen. Irgendwer intressiert? Sprache ist mir egal. Luxemburgisch, Französisch, Englisch oder Deutsch wären aber nett. Das verstehen die meisten.

D’Zëmmer fëllt sech

Nach emmer ass d’Zuel vun de lëtzebuergesche Blogger relativ geréng. Vun den 150 sin mer nach emmer ee gudd Stéck ewech, mee zanter enger Woch gett et ee weidere Member an der Blogosphär. Non di dj’eu – Non di kass fir Europa. Och wann d’Jongen “nondikass” falsch geschriwwen hun, fannen ech d’Versioun vun “nondidj.eu” relativ originell. Intressant Themen schéngen de Néckel an de Kloos awer bis elo genuch fonnt ze hun. De Blog ass op alle Fall d’Abonnéiren wert.

Dann gett et nach ee neien Blog an zwar dee vu mengem fréiere Co-Auteur Serge. Dee Blog heescht Yearning a behandelt méi, wéi soll ech soen, “ausgefaalen” Ideen wéi déi üblech Bloggen. Dat heescht dann och, dass et endlech eppes op setuch.com ze fannen gett. Nach emmer net dat, wat mer zanter Joëren welles hun mee nach emmer net ronn bruecht hun, mee emmerhin ass et een Ufank. De Blog ass dofir net manner intressant. D’Abonnéiren ass en op alle Fall genau wéi Non di dj’eu och wert.

An menger Blogroll stin déi zwee elo iwwregens och. Op dat relevant ass, bezweiflen ech zwar, mee ech wollt déi Informatioun emol einfach mat an d’Ronn puchen.

Ma dann. Wellkomm an der Blogosphar dir dräi.

Schwätzt net fir d’US Militär

… wann se sech vun engem fiktive Charakter vun enger fiktiver Organisatioun an enger Fernsehserie (!) dovun iwwerzeege loossen, Folter wier gerechtfertegt. De Problem ass net d’Gewalt bei 24 (och wann se praktesch orgienhaft duergestallt gett), mee d’Idiotie vun de Leit, dat als bor Mënz ze huelen. Kee Wonner, dass dat kee Stéck gett am Irak.

My kind of life

Während meng aktuell Matbewunner sech am Nopeschappartement sennlos voll laafen loossen, war ech mat mengen zukünftege Matbewunner op d’Comedy Night. Ennert anerem mat deem do.

I went to Nottingham, which is the school you probably all applied for but your grades were too low. (…) Second years. Those are the people you see standing around on campus. Been there, seen it, fucked it. (…) Third years? Any third years here? Look at me, I’m your future. I did American Studies. Now I’m doing this. (…) Fourth years. Those are the people who didn’t make any friends during the first three years, tried one last time but still ended up being on their own.

An de kanadeschen Humor gefällt mer emmer méi.

If you’re American, consider these next ten minutes friendly fire. You should be familiar with the term.

oder

If you’re on the tube and hear a mesage for the first time, that kinda goes like this: ‘The next train is late because a man is lying on the rails.’ And you’re like ‘shit I’m gonna be la… what?!’. And then you have this kinda moral dilemma: ‘Did he jump? No? Well I suppose I can give them five minutes. Oh, he did? Then fucking get the train moving and roll over him. Next time jump off a bridge you bastard!

Wuel gemierkt, ech schreiwen déi aus der Erennerung, t’ass net dee genaue Wuertlaut. Jiddefalls während meng Matbewunner also déi lescht Gehierzellen am Alkohol ersoff hun, soutze mir do gemütlech ee Béierchen ze drénken, verschiddener souguer Cola. Cola. A Wales. Ech hat gemengt déi géingen dee Produit hei guer net kennen.
Sot ech, dass se kache vu Roserei well se am Moment eng verdreckte Kichen hun? T’gouf schon mol direkt eng Regel opgestallt: deen éischten dee net botzt, geet ee Cajeau (Cageot? wéi der Däiwel schreiwt een dat Wuert eigentlech?) Béier kaafen. Ech wollt zwar keng Matbewunner méi, mee déi do si cool. Enn der Woch gin mer eis déi éischt Heiser ukucken. Zu Cathays. De Studentevéirel vu Cardiff. Sot ech, dass ech endlech eng weiblech Matbewunnerin kréien? Jo? Ok.
Ajo, an ech mengen ech gin zu engem Fan vun Richard Cheese and Lounge Against the Machine. Putain hun déi gäil Coverversiounen vu Somebody Told Me a vun American Idiot.

You’re going to hear a lot of different kinds of music next year. But no Justin Timberlake. And no Michael Jackson.

Gotta love those guys. Mee vun engem Musékstudent kann een jo e besse musikalesche Verstand verlaangen. :)

Filmzitater: Plazen 5-1

De Showdown. Dono dierft der mech alleguerten haassen, well ech souvill gudd Zitater vergiess hun. :)

5. Wake me when it’s over (1960)
Hap Cosgrove: “Welcome to Shima.”
Gus Brubaker: “Oh, thank you.”
Hap Cosgrove: “How d’ya like it?”
Gus Brubaker: “Well, I’m not too sure yet.”
Hap Cosgrove: “I’ll save ya the trouble. You heard of hell? Well, when it first got started it was a new idea, so they hadda test it out. This here island is the place they picked.”

4. Deconstructing Harry (1996)
Harry Block: “Six shrinks later, three wives down the line, and I still can’t get my life together.”

3. Constantine (2005)
Angela Dodson: “I guess God has a plan for all of us.”
John Constantine: “God’s a kid with an ant farm, lady. He’s not planning anything.”

2. American Beauty (1999)
Ricky Fitts: “It was one of those days when it’s a minute away from snowing and there’s this electricity in the air, you can almost hear it. And this bag was, like, dancing with me. Like a little kid begging me to play with it. For fifteen minutes. And that’s the day I knew there was this entire life behind things, and… this incredibly benevolent force, that wanted me to know there was no reason to be afraid, ever. Video’s a poor excuse, I know. But it helps me remember… and I need to remember… Sometimes there’s so much beauty in the world I feel like I can’t take it, like my heart’s going to cave in.”

1. The Pursuit of Happyness (2006)
Christopher Gardner: “It was right then that I started thinking about Thomas Jefferson, the declaration of independence, and our right to life, liberty, and the pursuit of happiness, and I remember thinking, how did he know to put the pursuit part in there. That maybe happiness is something we can only pursue, and maybe actually we can never have it, no matter what. How did he know that?”

Bloc Party Bonustrack

T’gi vläit Leit ennert iech, déi dat heiten intresséiert. Ech hu mech nach net ugemellt, mee et kann een op alle Fall och emol Lëtzebuerg auswielen, dat kann jo scho nemme positiv sin. An bei 25 Lidder gratis, dat geet jo duer fir d’Bloc Party Lidd.