Summer Spring Playlist

De Chris huet seng Playlist fir de verfréite Summer jo schon online gesat. Well et hei scho laang keng Playlist méi gouf, an well ech endlech nei Musék hun (wann och nach net genuch, well verschidde Saachen hun ech net am iTunes fonnt), gett et dann elo hei meng Propose. Ech wees si ass e besse Mainstream, mee wat solls.
Wat mer opgefall ass: kann dat sin, dass d’Schweden emmer besser Musék maachen? T’gett sou lues scho baal dowert déi Sprooch ze léiren, dass ee wéinstens versteet wat een sech do an d’Gehier bléist. An déi heiten Lëscht hun der zwar elo net vill gepasst, mee verdammt hun déi gudd Bands.

2Raumwohnung – 36 Grad
Alex Band – Tonight
Matt Willis – Crash
Sonja Alden – Egen Tid
Karpatenhund – Alles ist schiefgegangen
Black Lab – Ghost In Your Mind
Klez.E – Strandlied
Thievery Corporation – Lebanese Blonde
Maria Taylor – Irish Goodbye
Sophie Ellis-Bextor – Catch You
From Autumn To Ashes – Deth Kult Social Club
Cansei de Ser Sexy – Alcohol
Trentemøller – Minimal Fox
Bloc Party – Vision of Heaven
Right Said Fred – I’m Too Sexy 2007 (Soul Corporation Remix)
Andersson & Gibson – Anything But You
Arctic Monkeys – Fluorescent Adolescent
Kassette – Katze
Wolke – Wir werden immer jünger

Beatsteaks remixed by Timo Maas

An dann muss een sech dee ganzen Album kafen, well d’Lidd eenzel net ze kréien ass. Wat ech den iTunes haassen. Digital hätt dach theoretesch de Virdeel Lidder kennen eenzel ze verklappen, amplaz Leit ze zwéngen Geld fir Musék auszegin déi se guer net wellen. Wat soll dat?

Jojo, ech wees. Email schécken. Helleft awer näischt. Also maachen ech de Store léiwer hei mengem Blog schlecht.

[Wa Spiderman 3 sou gudd gett wéi de Soundtrack. Ach du heilige… Déi Lidder klengen baal all recycléiert.]

Air an der Abtei Neumünster

Grad beim Joël gelies: Air kennt op Lëtzebuerg! Donneschdes, de 26. Juli owes um 20 Auer. An am Géigesaatz zum leschte Joër wou ech keng Ticketen méi fir Sigur Ròs krut, hun ech des Kéier nach ee kritt. Juhu!

Ticketen gin et op atelier.lu. Relativ gudd sou guer fir eng lëtzebuergesch Säit, huet mol keng 5 Minuten gedauert. Also maacht iech bäi. :) Ech freen mech op alle Fall, dass den Atelier elo de Wee vu sou intressanter Musék geet.

Now, with Pocket Symphony, they’re on their way to stardom. den Atelier is very pleased – after the magnificient Sigur Ròs show last summer – to promote another OPEN AIR show in the magnificent historic setting of the inner court of Newmunster Abbey at the foot of the impressive rocky cliffs with the casemate openings in the old part of Luxembourg-City.

Blöde Feature

iTunes huet jo mettlerweil eng Funktioun déi sech Complete my Album nennt, mat där een de Recht vum Album méi belleg keeft wann een schon ee Lidd dovunner kaaft huet (firdrunner huet een dann missen dee ganzen Album kafen, an domat dat Lidd zweemol). De Problem ass, wann een sech ee Lidd als Single keeft, erkennt iTunes net, dass dat Lidd och op dem Album drop ass, an d’muss een d’Lidd trotzdeem eng zweete Kéier kaafen. Tschö.

Vier Jahre

Jetzt aber. Bereits vor über einer Woche warf Joël mir ein St??ckchen zu, das ich an dieser Stelle nun endlich beantworten will. Weil ich aber keine Lust auf Frage – Antwort habe, gibt es das ganze als fortlaufenden Text.

Ich muss leider etwas mogeln. Das am naheliegendste Datum vor vier Jahren zu dem ich tatsächlich sagen kann was passiert ist, weil ich es damals aufgeschrieben habe, war der 12. Mai, und liegt damit nicht exakt vier Jahre zurück. 3,9 sind mathematisch aber verdammt nah an der 4 dran, also was soll’s. Stellt euch einfach vor, wir wären heute der 12. Mai 2007.

Damals traf endlich das ein, auf das ich anderthalb Jahre gewartet hatte, also seit ich ins LGL gewechselt hatte. In der Mittagspause, die war damals im LGL zwischen 11.30 und 12.15 (glaube ist heute auch noch so), war ich im Büro der damaligen Vizerektorin des LRSL (die sich mittlerweile Rektorin des gleichen Gebäudes nennen darf). Mein Vorhaben dort ist schnell erklärt: ich wollte zurück ans rote Gymnasium, nachdem ich gezwungenermaßen für 4e und 3e in eine Jungenschule, die noch nicht mal mehr eine ist, wechseln musste. Die Vizerektorin gab mir die dafür erforderlichen Papiere und kurze Zeit später bat ich im LGL um die Abmeldung. Schöner Moment!

Warum hatte ich überhaupt ins LGL gewechselt? Es war mir nicht möglich, eine littéraire, die es ja mittlerweile auch nicht mehr gibt (bin ich wirklich bereits so alt oder ändert sich nur alles schnell?), mit Latein zu wählen. Ich hatte dementsprechend die Wahl zwischen zwei Jahren Latein für nichts und wieder nichts (vier Jahre – verfolgt mich die Zahl etwa? – sind Minimum damit es nachher auf dem Diplom steht) oder zwei Jahre Höllenqualen mit komplizierter Mathematik. Das LGL hasste ich zwar aus persönlichen Gründen wie die Pest, aber im Angesicht der Mathematik war es das kleinere Übel. Oder auch nicht. Wer weiss das schon.

Vier Jahre klingen an sich wie eine kurze Zeit, aber seither hat sich so einiges verändert – Na gottseidank! Ich bin nicht alt, die Dinge ändern sich nur radikal mit jeder neuen Bildungsministerin. Vieles zum Schlechteren. Einer meiner besten Freunde lebte damals noch in Europa und so klein die Welt auch sein mag, der Atlantik lässt die Distanz doch riesig groß erscheinen. Ich habe ihn in den letzten drei Jahren nur einmal wiedergesehen – womit ‘einmal’ eigentlich ‘mehrere Male’ bedeutet, aber das war alles innerhalb der gleichen paar Wochen.
Es ist auch unfassbar wie sehr man es vermissen kann in der Mittagspause an der Kasse in der Schlange zu stehen und dort jeden Tag das gleiche bescheuerte Lied (Dreamer von John Michael Ozzy fuck-sieh-mal-fucking-her-ich-bin-fucking-cool-fuck-you-mann-ich-fucking-kiffe-noch-mit-fucking-60 Osbourne – na hätte der mal nur geträumt anstatt so eine bekiffte Schnulze rauszuwürgen) zu hören. Damals hielt ich es für unerträglich, dass da jeden Tag die gleiche CD lief, heute ist es ein schöner Teil einer kostbaren Erinnerung. Dafür hasse ich den Opirocker aber eigentlich nur noch mehr.
Weniger ernst aber trotzdem besser war, dass mir die zwei Jahre als unter Schülern legendärer und vom Lehrpersonal der roten Schule gefürchteten Nichtsnutz noch bevorstand. Die von mir publizierten Lehrerzitate am schwarzen Brett in der Lehrerkonferenz und das panikartige Rätselraten wer der oder die Unbekannte wohl sein mag. Das war genial. Und ich habe sie noch nicht mal selbst dort aufgehangen, geschweige denn sofort davon Wind bekommen. :)

Vieles war aber auch schlechter. Ötzi Osbourne war noch im Radio zu hören. Und da gab’s noch das individuellste und universellste Problem überhaupt. Zwar mochte ich ein Mädchen, wir kamen aber nie zusammen. Dieses Mädchen hat mich damals jedoch trotzdem so fundamental beeinflusst, dass ich anfing der Mensch zu werden der ich heute bin. Da gab es natürlich noch andere Einflüsse, aber sie war der Anstoss. Da ich größtenteils damit zufrieden bin dieser Mensch zu sein, mag das alles im Nachhinhein positiv erscheinen, das alles nochmal erleben würde ich trotzdem nicht wollen.
Schlechter war vor allem auch jeden einzelnen gottverdammten Tag in der mit Abstand langweiligsten Stadt der Welt verbringen zu müssen: Salzburg. Wobei Salzburg ist auch nicht wirklich der Hammer. Da werde ich mir jetzt zwar keine Freunde machen, denn ich kenne welche von dort, aber das ist mir egal. Die Stadt war sogar während den Festspielen öde. Da half der ungerechtfertigte Hype um mediengepus(c)hte (blöde Anglizismen, schreibt man das Wort nun mit oder ohne das ‘c’?) Stars auch nichts. Jedenfalls… Zurück zum Thema. Zu der Stadt, die sich um Punkt 18 Uhr werktags in eine Geisterstadt verwandelt, man Samstags schon um 16 Uhr die letzte Tür quietschen hört und man am Sonntag erst gar kein Leben findet. Manche nennen die Ansammlung an Elend schlicht Luxemburg. Das verbirgt aber die Spießbürgermentalität sowie den Kapitalismus und den daraus wie Unkraut sprießenden Luxuswahn. Ich hasse das luxemburgische Spießbürgertum zwar auch heute noch, kann ihm aber gottseidank für einen Großteil des Jahres entfliehen.

Gab es vor vier Jahren etwas das mich zum Weinen brachte? Wenn ja, dann habe ich es äußerst erfolgreich verdrängt. Ich bin eigentlich nicht der Typ Mensch der weint. Bei mir geht es eher melancholisch zu, und dazu braucht es keine Tränen. Was mich aber zum Weinen gebracht hat war der Tod meines Grovaters. Einen Menschen für immer zu verlieren oder auch nur der Gedanke daran scheint bislang das einzige zu sein, das mich wirklich zum Weinen bringt. Das letzte Mal, dass ich Tränen in den Augen hatte, war vor wenigen Wochen beim Lesen des Briefes in Letis Blog und vor allem beim Lesen von Joëls Brief an seine verstorbene Freundin.

Und jetzt wieder zurück in die Zukunft. Wer Provokatives in obrigem Text findet darf es entweder behalten oder in den Kommentaren an mich zurückschmeissen. Und zu guter Letzt: Jeder der das hier soeben gelesen hat und ein Blog hat, soll die Fragen (Wo waren Sie? Was haben Sie gemacht? Was war besser? Was war schlechter? Was bringt Sie zum Weinen?) auch beantworten. Was das Weinen mit vier Jahren zu tun hat, ist mir zwar noch immer ein Rätsel, erhöht die Anzahl der Fragen auch auf fünf anstatt bei vier zu bleiben was ich irgendwie paradox finde, das soll mir aber jetzt egal sein. Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Merry-go-round und ein Schluck Sambucca. So, Schluss. Bevor es wieder konfus wird.

Lëtzebuerg kritt endlech och eng Piratepartei.

This just in: Den Här Frieden dierf sech freen. Et gi momentan Efforten eng PP – déi sech weltwäit rasant entwécklend Piratepartei mat Ausgang a Schweden – zu Lëtzebuerg op d’Been ze stellen. (Nee, déi Initiativ geet net vu mir oder dem HCl aus!) Bis elo ass zwar nach näischt Konkretes emgesat, mee de Wëllen ass do a gleewt een éischten Informatiounen aus gudd enneriichte Kreeser gett och schon un engem anstännege Weboptrëtt geschafft.

Ier elo iergendeen op d’Idee kennt ze jäizen wéinst “Pirat” oder well mat enger Aaklapp iwwer de Knuedler laafen an de schwarze Fändel mam Doudekapp schwenken, liest iech emol duerch, fir wat d’PP iwwerhaapt steet.

Die drei Hauptüberzeugungen der Piratenpartei sind die Notwendigkeit des Schutzes der Bürgerrechte, der Wille unsere Kultur zu befreien und die Erkenntnis, dass Patente und private Monopole der Gesellschaft schaden.

Déi Partei steet fir genau dat vun deem ech iwwerzeegt sin. T’ass Creative Commons gone politics souzesoen. Dem Här Krecké säin Draam déi europäesch Wirtschaft an de Keller ze drécken (säin Engagement fir Softwarepatentéirung bleiwt op éiweg absolut onverzeihlech!) wier mat sou enger Partei nämlech dann och endgülteg erleedegt.

Patente auf Leben und Gene, wie z.B. patentierte Getreidesaat, haben unzumutbare und unverantwortliche Konsequenzen. Software-Patente verz??gern die technologische Entwicklung und bilden eine ernste Bedrohung sowohl für schwedische als auch für europäische klein- und mittelständige IT-Unternehmen.

Am Laaf vun de nächste Woche méi heizou.