June 2007

Tschëfft

Ech mierken grad, ech hun d’Zuel vum Däiwel un eng Marketingagence verschwendt. Eigentlech sollt dach sou ee coole Sproch à la

The sign of the devil is the opposite of good, but only half as strong.

dohinner. ‘t ass nämlech ofgesin vun all deem kathoulesche Quatsch och mathematesch gesin eng ganz intressant Zuel. Si mécht scho baal der berüchtegter 23 Konkurrenz.

Les jeunes mélancholiques

Op Propose vum Serge hin hun ech mer elo eng Domain fir déi jonk Melancholiker registréiert: lesjeunesmelancholiques.org. Net well ech dat elo direkt geplangt hat, mee well déi Domain elo op enger Websäit steet an et net méi laang daueren dierft, bis ee Bot se fennt an lesjeunesmelancholiquesallstars.com a sämtlech Variatiounen dovunner registréiren géif. Also léiwer mol séier eng original Säit registréieren. Kascht jo näischt nemme 14€.
Momentan ass nach net vill drop, kennt awer. D’Domain ass grad eréischt fräigeschalt, funktionéiert also eventuell nach net iwwerall (dauert bis zu 48 Stonnen ier d’DNS Serveren all geupdate sin).

Zoé, what’s your story?

Ech schreiwen mol erem un enger neier Kuerzgeschicht. Well dee Personnage mech faszinéiert, deen ech schon an diversen Texter am Laaf vum leschte Joër op der Uni benotzt hun, an awer emmer nemmen als Nierwepersonnage ugedeit hun. Ech hu mer dofir elo firgeholl et auszebauen. Fir elo mol sou richteg no Auteur ze kléngen: ech well dee Personnage kenne léiren dee mer duerch de Kapp spukt. Mol kucken wat draus gett. Hei ass zumindest emol de – provisoreschen – Ufank.

Red evening light fell over the buildings and streets, a blanket for humanity covering the earth; the golden hour.
             Zoé sat at her window, wondering why she was thinking about art theory instead of taking her camera and using the last chance to get some beautiful pictures of this landscape. Not so much for its artistic value, but rather to have a memory of what she used to see when sitting on her windowsill. The rain was a good excuse of course, or so she told herself at least. But she’d always loved the rain, it gave the images a beautifully eerie look at this time of the day.
“You fine?” she heard her mom ask as she entered her room.
“Hm hm,” she replied, perfectly knowing that it would not convince her mother. She was not sure whether she wanted to talk to her, but quickly accepted that the tight answer was her subconsciousness’ way to tell her that she needed to talk to her mom.
“Sure? I know we already talked about it a lot, but I don’t want you to have a bad conscience if you want to talk about it again.”
“I’m fine. Really,” she replied. And even though she used actual words this time, it sounded even less convincing. She felt uncomfortable with her mother referring to tomorrow simply by “it”. That tiny word made the whole situation seem small and unimportant, too, and if anything the next day was hugely important.
“I’m gonna say goodnight to your little sister, than I’ll come back,” her mother told her while slowly closing the door. Zoé looked out of the window again.
The golden hour. What an irony…

Über das was nie war und immer sein wird.

Ob ich das Bild schon gesehen habe, das du gemalt hast, fragst du und zeigt es ganz stolz. Diese Welt, irgendwie bekannt und doch exotisch, dauert nur wenige Momente. Ein kurzer Blick in sie hinein, und schon ist sie wieder weg. Ich bin Picard im Nexus der gehen muss als er erkennt, dass der innere Frieden nur eine Illusion ist.

Das grüne Licht am Ende des Stegs ist aus. Das kommt nur alle paar Monate vor. Aber es ist traurig. Die Abwesenheit des Lichts und schwarze Fenster. Gefällte Bäume, neue Häuser und die alte Welt. Was tust du eigentlich? Mysteriös, erschreckend schön, unerreichbar. Die blaue Blume und Perfektion. Die definitive Überflüssigkeit des ewigen Lebens. Merry-go-round und ein Schluck Sambuca.

Wir sitzen nebeneinander. Haben die Arme aneinander gelegt. Sind still, denn Worte verstehen nicht. Die letzte Nähe zerfrisst. Mit jeder Sekunde zerfallen meine Zellen weiter. Tickt die Uhr etwas lauter. Hier bin ich also und weiss, die Frage wird ewig bleiben. Wir sitzen still, aber bewegen uns mit rasantem Tempo auf das Ende zu. Danke für die Zeit, die nie war und doch irgendwie immer sein wird. Du hast mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Du hast nichts getan.

Das Universum ist eine Moebiusschleife. Es ist alles einseitig. Es täuscht die Tiefe nur vor. Es gibt keinen Anfang, es gibt kein Ende. Alles ist bloß nur. Ein sich ewig ändernder Zustand, der am Ende doch immer gleich bleibt. Wir sind die Nanobots des Weltalls. Klein, unbedeutend, aber wir halten uns für groß, weil wir Mikronen verändern. Wir messen einem Glas Alete Bedeutung zu. Wir freuen uns über eine grüne Wiese. Wir lächeln über eine Mütze. Wir weinen um einen alten Discman. Ein Nokia 3210, ein Liter Vodka und eine alte Freundin die uns nicht wiedererkennt und doch aufmuntert. Ich habe sie gesehen. Danke für die schlechte Nachricht.

Wo ist denn der Sinn? Das grüne Licht verliert an Bedeutung. Nur noch wenige Momente und es ist bedeutungslos. Leer. So leer wie der Platz der noch naiv hoffnungsvoll für zukünftige gemeinsame Erinnerungen freigehalten wurde. Rot, blau, schwarz, silber. Es sind auf einmal nur noch Farben. Clean plötzlich nur noch ein Film. Ein einsamer Spaziergang jetzt nur mehr verlassen.

Es gab keinen großen Paukenschlag zum Ende. Es gab noch nicht mal ein Gewitter. Oder wenigstens etwas Regen. Die Sonne schien und die Wolken waren weiss, nicht grau. Wir treffen uns in zehn Minuten in der Stadt, ich gehe noch bei meinem Vater vorbei. So werde ich dich in Erinnerung behalten, dachte ich damals. Ein mentales Foto. Es war das Letzte.

Eine gemeinsame Freundin nannte dich mal “komisch”. Du hast nie mehr mit ihr geredet. Dann hat sie mir die Freundschaft gekündigt. Und ich habe dafür gesorgt, dass sie alle ihre Freunde verliert. Ich laufe durch dieses riesige Gebäude, bleibe an jeder Tür stehen, suche überall. Nichts. Ich erinnere mich noch an das erste Mal als ich dich sah. Ich erinnere mich an das letzte Mal. Und all die Male dazwischen. Ich wünschte ich hätte dich nie gesehen. Das ist eine Lüge.

Du bist unglaublich süß wenn du schläfst. Damals war dieser Satz voller Bedeutung. Allmählich wurde er zu einem Klischee. Wir versinken in der Banalität. Die Welt ist so klein, warum ist unsere so groß? Ich werde Rockstar und ziehe durch Stripclubs. Vielleicht begegnen wir uns ja mal beim Drogen kaufen. Irgendwann in ein paar Jahren, irgendwo in einer fremden Stadt, wenn wir nicht mehr wissen, dass unsere Welt einmal groß war. Denn es wird unsere Welt gar nicht mehr geben. Wir werden uns nie begegnen.

Die Zeit zurückdrehen und etwas ändern würde bedeuten womöglich manche Freundschaften verlieren. Würde ich etwas ändern? Ja, alles. Denn ich habe zu spät gemerkt: es wäre das Risiko immer wert gewesen. Aber eine Entschuldigung machte nie Sinn. Und vergangene Zeiten kehren erst mit dem nächsten Zeitalter wieder. Doch wir werden die gleichen Fehler machen, denn wir haben sie immer gemacht. Es gibt kein Ausbrechen aus der kosmischen Wiederholung.

Ich weiss noch nicht, ob ich vergessen will. Es ist angsteinflössend nicht zu wissen, was nach der Leere kommt. Die Leere ist doch alles was noch übriggeblieben ist. Ich danke dir, dass du so wunderbar bist. Geh, mache die Welt zu einem besseren Ort. Sie braucht jemanden wie dich so dringend. Dich, die Architektin des goldenen Zeitalters.

Leben heisst die Hoffnung verlieren, denn es ist nur das sinnlose Festhalten eines weinenden Kindes an nicht vorhandener Unschuld.

La fille de Lyon

All we have is nothing we truly have:
two blue seats and a small black table;
who sat here before?
Have we been here before?

People around us are – we are
waiting to return, leave, wander off;
or perhaps not waiting at all,
only dreading, displacing, abnegating the parting.
Have we been here before?
The view has not changed.

On the cover of your Allo there are
two who fought and one who lost.
Did the wrong one win?
We’ll never see it together.

«Le vol en France il départ quand?»

Your eyes full of dolor tell the story of a tired soul –
torn between listening and not bothering
I’m saved by your asking if I’m pleased with Sarkozy.
Triviality sometimes speaks louder…

«Merci,» you say when your flight is called out,
turn around, and disappear through gate B23.

Working Title: Medhira

No méintelaangem Kniwwelen (dir erennert iech un déi puer kuerz Ausschnetter aus engem “Magnum Opus”?) a rem läschen hun ech elo endlech een halbwegs originelle Plot (well soen ech fannen kee Roman deen genau dat schon erzielt) fir mäi Buch a sennvoll Nimm fir meng Personnagen (gleewt et oder net, mee ass guer net sou evident der ze fannen déi Sënn maachen).

De virleefegen Titel ass dann elo och net méi Magnum Opus, mee Medhira. Dat ass iwwregens Sanskrit an heescht souvill wéi “Verstoen vum kosmeschen Uerder”. An der Geschicht ass dat den Numm vun enger (wichteger) Plaz. Nee, keng Panik, ech kann elo net och nach Sanskrit. Medhira ass zwar och sou eng komësch Firma huet mer Google verroden, mee dat intresséiert mech am Moment séier wéineg.

Fir sou déi Haaptaflëss scho mol kuerz ze nennen: Ragnarøk meets Zarathustra meets Chrëschtentum meets Werner Heisenberg meets H.G. Wells meets John Stuart Mill meets Ernst Bloch meets Jewgenij Iwanowitsch Samjatin meets… Sou ganz hun ech selwer nach net alles op der Rei wou ech d’Ideen all hierhun.

Schreiwen doen ech dat ganzt momentan komescherweis op däitsch. Zumindest de Prolog ass emol op däitsch. Firwat wees ech net, ech hat mol eng Kéier mat Englesch ugefaangen, mee iergendwann sin ech op däitsch emgestiegen. Wat iergendwéi scho nerveg ass well ech elo deelweis muss no Wierder am däitsche sichen déi et do guer net gin – “beautific” klengt einfach besser wéi “erschreckend schön”. Vläit well ech awer och just einfach, dass déi Leit déi ech kennen et alleguerten verstin wann ech et dann eemol sollt veröffentlechen.

Nee, ech wees net op ech dat och jemols als Buch färdeg kréien, ob ech dat jemols veröffentlechen, ob ech iwwerhaapt genuch Material hu fir ee Buch ze fëllen. Mäin Draam ass awer ee Buch ze schreiwen, an falls dat sollt klappen well ech zumindest festhaalen, dass ech haut fir d’éischte Kéier a mengem Liewen ee Plot färdeg entwéckelt hun deen zumindest genuch Potenzial huet fir sech eventuell zu engem ganze Roman z’entwécklen. Sou gesin ass deen hei Post wuel haaptsächlech fir mech selwer. Dir dierft iech awer trotzdeem mat mer freen. :)

Krass