Bombastesch!

Déi nei CD vu Sigur Rós bidd ee Meeschterwierk nom aneren. Hei kann een d’Lidder (integral!) schon eng Kéier lauschteren, fir d’Zäit bis de 5. November (wann d’CD/DVD an d’Geschäfter kennt) ze verkierzen. 96kbps ginn de Lidder zwar net gerecht, mee fir eng Idee ze kréien wat do an e puer Deeg alles vu musikalescher Genialitéit op een duer kennt ass et awer gudd.

Ech freen mech. :)

Et ass erem souwäit

Lo dierf een erem eréischt eng Stonn méi spéit hongreg ginn. Déi Zäitemstellung ass net nemmen sou eppes vun irritéirend, mee och ongesond, emweltschiedegend an geféierlech!

Schon seit der Einführung der Sommerzeit wird über den Sinn und Unsinn dieser Maßnahme diskutiert. Laut Erkenntnissen des Bundesumweltamtes spart man während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, jedoch wird dann morgens mehr geheizt, besonders in den kalten Monaten (März, April und Oktober). Insgesamt steigt der Energieverbrauch dadurch sogar an.

Mediziner haben negative Auswirkungen der Zeitumstellung festgestellt, da sich der Organismus mit der Anpassung seines Rhythmuses schwer tut. Besonders Menschen mit Schlafstörungen oder organischen Erkrankungen haben hier anscheinend größere Probleme. […]

Übrigens: Laut Studien gibt es am Montagmorgen nach der Zeitumstellung von der Winter- / Normalzeit auf die Sommerzeit mehr Verkehrsunfälle als an einem gewöhnlichen Montagmorgen.

Lächerlech

An der Chamber hunn se gëschter driwwer ofgestemmt, op se sollen ofstemmen (si hunn um Enn 38/20 dofir gestemmt, net ofzestemmen). Vläit sollte mer d’Kierch an de Staat net trennen. An der Kierch kennen onméiglech och souvill Idioten setzen (seet lo mol einfach den Optimist a mer), an e bessen Intelligenz muss uewen an der Hierarchie jo awer sinn. Firwat den Alex Bodry op eemol näischt méi vun senger eegener Résolutioun wollt wessen, bleiwt wuel op éiweg ee Rätsel. ‘t ass vläit wéi den Gast Gibéryen sot, d’CSV ass gudd an der Gehierwäsch.

Wou sinn mer dann?!

De Reportage um RTL ass, an ech gleewen et kaum, absolut sehenswert. Mat sou engem richteg herrlechen bëssegen Tounfall. Muss een sech eranzéien!

Unsere Karikatur sitzt im Vatikan

Vor zwei Wochen hat der Ratzinger die Vorhölle abgeschafft. Ja, schön! Haben sie’s auch gelesen? In der Zeitung stand’s, Ende April hat er die Vorhölle abgeschafft. Soll ich’s nochmal sagen? Er hat die Vorhölle… abgeschafft. In den Psychatrien sitzen Leute für weniger!

Ich habe mir gestern Hagen Rethers letzten Coup, Liebe zwei, runtergeladen (legal natürlich). Ein absolutes Meisterwerk!

Die Generation der Hoffnungslosen (6)

Über die Traurigkeit einer erlöschenden Kerze. Den ersten Teil gibt es hier, den zweiten hier, den dritten hier, den vierten hier, und den fünften hier.

Tag 839
Julia hat mir gesagt sie hätte auch geschrieben während ich krank war, aber sie will es mir nicht zeigen. “Irgendwann mal vielleicht,” sagt sie. Wir haben momentan sowieso andere Sorgen. Letzte Nacht ist eine Straßengang in das Büro eingebrochen und wir mussten weglaufen. Wir haben nur die Hälfte der Konservendosen einpacken können und wir haben das Paracetamol vergessen. Hoffentlich wird niemand von uns beiden bald wieder krank.

Wir haben uns dazu entschlossen Paris, wir nennen die Stadt jetzt so auch wenn es sie womöglich nicht ist, zu verlassen. Julia meint auf dem Land könnten wir vielleicht mehr Glück haben. Ein kleiner Bauernhof, wo vielleicht irgendwer überlebt hat und es etwas zu essen und trinken gibt. Darüber ob das eine gute Idee ist bin ich mir noch nicht im Klaren, aber diese Stadt wurde bis auf den letzten Krümel Brot und den letzten Tropfen Wasser ausgeplündert, und irgendwohin müssen wir.

Tag 840
Ich weiss immer noch nicht, wo Julia die ganze Zeit über war in der ich sie vermisste. Sie winkt immer gleich ab und erklärt ich wolle das gar nicht wissen. Aber das macht mich nur noch mehr neugierig – und ängstlich, hat sie wieder etwas Grauenhaftes erleben müssen?

Tag 841
Wir schlafen jetzt abwechselnd. Die Straßen hier draußen sind leer und genau das macht uns beiden Angst, denn es gibt nichts wo wir uns gut verstecken könnten.

Letzte Nacht hat sich eine Fliege auf Julias Nase gesetzt während sie schlief. Sie hat sie im Schlaf mit der Hand weggeschlagen und dann ihr Gesicht verzogen als hätte sie etwas Bitteres gegessen. Ich hätte sie am liebsten sofort umarmt.

Gottseidank war Julia einmal ein Pfadfinder, sonst würden wir uns im Wald verlaufen. Sie will mir nicht verraten, woher sie die Himmelsrichtungen erkennt, sie neckt mich und sagt, das sei ihr kleines Geheimnis. Ich liebe sie.

Tag 842
Es ist weiterhin kein Bauernhof in Sicht. Vielleicht gibt es hier draußen gar keine. Am Nachmittag hat Julia mit zwei Ästen auf ein paar Konservendosen gehämmert. Ich wusste gar nicht mehr, was Musik ist. Es war sehr primitiv und nichts im Vergleich zu meiner Musiksammlung die ich einmal hatte, aber für einen Moment war es das Schönste was ich jemals gehört hatte. Sogar jetzt wenn ich darüber schreibe bringt es mich zum Lächeln.

Eigentlich müsste ich sie jetzt aufwecken und selbst etwas schlafen, aber ich bringe es nicht übers Herz sie aus ihren Träumen zurück in diese Welt zu reissen.

Tag 845
Endlich haben wir einen Bauernhof gefunden, aber er war leer. Wir haben nirgends mehr Wasser oder Essen gefunden, nur ein paar Bettlaken lagen noch in einem Schrank. Wir lagen den ganzen Nachmittag über auf dem verstaubten Sofa und kuschelten uns bloß aneinander ohne ein Wort zu reden. Irgendwann sind wir eingeschlafen und als wir aufgewacht sind war es bereits dunkel. Ich weiss also nicht ob wir noch Tag 845 oder bereits 846 sind. Ohnehin bin ich mir gar nicht mehr sicher, welcher Tag ist, denn ich habe nach meinem Fieber einfach die Tage addiert die Julia da war. Wenn ich einen Tag alleine dort lag habe ich mich verzählt, schon wieder.

Wir haben die Bettlaken eingepackt und sind weitergezogen. Ich glaube der Winter ist da, die Tage kommen mir sehr kurz vor und es wird unerträglich kalt in der Nacht.

Tag 850
Es war uns egal ob das Flusswasser sauber ist oder nicht, wir haben es einfach getrunken. Bisher ist noch nichts passiert, aber es ist auch erst eine knape Stunde her. Wenn wir hier draussen krank werden, werden wir sterben. Der Gedanke macht mir Angst. Der Tod ist seit Monaten und Jahren allgegenwertig, manchmal habe ich mir gewünscht ich wäre eines der ersten Kriegsopfer gewesen; ich hätte eine Woche nach der Nacht des Feuers in Berlin sein sollen, das war seit Monaten geplant. Unser Geschichtslehrer dachte, es wäre eine gute Idee uns die Stadt zu zeigen, die zwischen zwei Ländern geteilt ist, damit wir Geschichte einmal mit eigenen Augen sehen könnten. Wir alle haben die Geschichte miterlebt, ich glaube ich bin der einzige meiner Klasse, der sie bisher überlebt hat.

Wenn wir sterben, leben wir in den Erinnerungen derer die wir zurücklassen weiter. Mein Tod, Julias Tod, es würde ein endgültiger Tod sein, niemand ist mehr da der sich an uns erinnern könnte. Wir, zwei der letzten Überlebenden der Menschen. Und wir trinken Wasser aus einem Fluss, der womöglich vergiftet ist, bloß, weil wir fast verdursten.

Tag 854
Kleines Dorf gefunden. Ältere Frau lebt noch. Hat ein paar Tiere. Brunnen am Marktplatz vor der Kirche. Papier geht zu neige.

[Fortsetzung folgt.]

The Younger Version of Ourselves

There’s a picture of Julie’s big sister selling soup,
and one of Ms D. buying a cake;
my old history teacher is smiling, I never saw him like this;
my philosophy teacher stands in the back, watching Santa Claus –
I didn’t know her yet back then.
There’s a girl dressed as a present, she looks familiar
but I don’t know her name.
Here’s one of the classroom I studied Italian in,
I still hold those hours dear.
And there is Eliane; I miss standing in line to get my lunch.
In the history room are people I went to university with,
they were too old and I was too young back then.
At the back of another classroom there’s a girl I fell in love with,
she looked so different two years before we went out;
it wouldn’t have changed anything had I met her earlier.

What have they become, what have I become?

“Die EU in der Form, in der wir sie vorfinden, muss zerschlagen werden.”

Wann d’Vollék eendeiteg dogéint ass, dann froen mer halt net méi. Sou funktionéiert déi europäesch Diktatur Demokratie. Well bei der éischter Kéier zevill Leit géint de Verfassungsvertrag waren, gett elo einfach kee Referendum méi gemaach an d’Regierungen maachen dat ennert sech aus.

Mee dass d’EU keng Demokratie ass an et och net sou mam Respektéiren vun tatsächlech demokrateschen Verfassungen huet, ass jo des Woch schon eemol bewisen ginn.

Island soll schéin sinn… An déi sinn och schon ee gudd Stéck méi wäit wat Emweltschutz ugeet. Stroumerzeugung ass zu 100% erneierbar.

Ech hunn es definitiv genuch mat der EU.