Also bleibe ich still.

Dein schwarzes, leicht gewelltes Haar und deine schimmernden braunen Augen, sie sehen aus wie die Wahrheit. Du setzt dich auf die Reling und forderst mich auf, mich neben dich zu setzen. Ich lächele bloß und bleibe stehen, ein paar Schritte entfernt. Mein Verstand weiss es seit einigen Tagen. Mein Herz hat es noch nicht ganz verstanden — ich weiss nicht ob es nicht kann oder nicht will. Was ist die Wahrheit?

Ein Freund zerbricht den Moment und wir tauschen Förmlichkeiten aus bevor er uns wieder alleine in dieser Menschenmasse lässt. Ich liebe dich, schreie ich in Gedanken und verspüre eine mir bis dahin unbekannte Art des Glücks. Aber ich weiss nicht welche Liebe es ist. Ich möchte dich in meinen Armen halten, dir die Welt schenken, alle Sorgen nehmen — damals, jetzt, immer. Ich möchte dich küssen, jetzt und morgen, nicht übermorgen. Ist das die Wahrheit?

Ich möchte dich in meinen Armen halten, dich vor der Welt beschützen. Für immer. Das ist die Wahrheit. Vielleicht nur ein Teil davon.

Du bist wunderschön, aber ich bleibe einige Schritte entfernt stehen. Was würdest du sagen wenn ich dich einfach so umarmen würde und dir sagen was du mir bedeutest?

Ich liebe dich, schreie ich jeden Tag in Gedanken und flüstere es in Träumen. Doch ich weiss nicht welche Liebe es ist. Wie könnte ich dir die drei Worte sagen, wenn ich ihre Bedeutung nicht kenne?

2 thoughts on “Also bleibe ich still.”

  1. Sehr schön geschrieben!

    “In Gedanken schreien, in Träumen flüstern.” – Wie sähe die Wirklichkeit wohl aus, wenn es umgedreht wäre?

  2. Schéin beschriwwen! An et ass heiandso wirklech net évident ze wëssen, wat Léift ass oder wat fir eng Zort Léift et ass …

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